Ängste und Depressionen sind nicht nur im Leistungssport immer noch ein Tabuthema.
In vielen Gesprächen mit Betroffenen erfahre ich, dass in unserer Gesellschaft die Ellenbogen immer weiter ausgefahren werden. Das Miteinander geht immer mehr verloren, es wird hinter dem Rücken geredet, intrigiert  und gemobbt.

Woran liegt das? Warum gehen Menschen ohne Lächeln aneinander vorbei? Warum ist der Rückzug in eine mediale Scheinwelt wichtiger als echter sozialer Kontakt geworden?

Auf was ist die oft zitierte Verrohung der Sprache, Werte und Sitten zurückzuführen?
Warum laufen wir Lautsprechern, Blendern und Parolen hinterher, die wir vor einigen Jahren noch in die Steinzeit verbannt haben?

So viele Fragen, doch wir finden nur wenig Antworten und Erklärungen darauf.

Knapp 10 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Ängsten und Depressionen.
Das „Burn-out-Syndrom“, das einen Zustand der totalen körperlichen und geistigen Erschöpfung beschreibt, hat sich nach Angaben der DAK seit 2006 nahezu verzwanzigfacht.
Zahlen die deutlich machen, dass grundlegend etwas nicht stimmt in unserer Gesellschaft.
In meinem „Bewegung!“ Buch beschreibe ich, wie ich mich aus der Umklammerung von Ängsten und Depressionen lösen konnte und was mir wirklich half in dieser dunklen Zeit.

Mein Appell:

  • Achtet aufeinander, seid höflich und empathisch.
  • Fragt Freunde oder Kollegen, ob alles in Ordnung ist oder was sich ändern sollte, so dass Harmonie und ein respektvolles Miteinander wieder einkehren.
  • Seid für- und nicht gegeneinander da.
  • Sucht das Gespräch, direkt und nicht per Smartphone.

Mit diesen kleinen Aufmerksamkeiten gestaltet ihr die Welt um euch herum sogleich viel freundlicher.